15.11.2011

eBook-Land: Woche 4

"Expansionspläne"
So, da ich nicht allein auf amazon als einzigen Händler festgelegt sein will, hab ich mich mal weiter umgeschaut. Im englischsprachigen Raum bin ich mit amazon.com und Smashwords (und damit iBooks, Diesel, Sony und Barnes&Noble) schon ganz gut startbereit. Auch einen alten Lulu-Account kann ich da reaktivieren. Der deutsche Markt ist da wohl schwieriger.
Die großen Namen hier sind BOD und Ciando. Aber während das Angebot in den USA kostenlos ist, weil die Händler ja an möglichst vielen Titeln verdienen wollen, verlangen diese beiden Anbieter jeweils 100 € für die Einstellung und Distribution eines eBooks. BOD zusätzlich noch 10 € pro Jahr für die Lagerhaltung (was ich ohne die anfänglichen 100 € übrigens durchaus dafür zu zahlen bereit wäre, mein Buch auch an die großen deutschen Ketten wie Thalia und Weltbild liefern zu können). Ciando ist sogar fast schon bösartig dabei, ist die Tatsache, dass es was kostet doch ganz unten im Autorenvertrag versteckt, ein vorheriger Hinweis findet sich nicht. Das ist nicht nur unverschämt, das ist vor allem unseriös. Äh, nein danke, auf diese Leistungen kann ich getrost verzichten.
Xinxii ist seriös und kostenlos, aber leider auch ein Laden, bei dem man mit Glück ein Buch im Monat absetzen kann.
Dann fand ich Bookrix. Die haben zwar leider einen eigenen Editor (also noch ein zusätzlicher Arbeitsschritt), sind dafür aber kostenlos und bringen das Buch auch in den großen deutschen eBook-Shops unter (Thalia, buecher.de, buch.de, Libri, Libreka, Ciando etc.). Ich denke, damit ist meine Entscheidung für einen Ansatzpunkt in den deutschen Markt neben amazon.de gefallen.
Zur Vermeidung einer Textwüste und um das anzuprangern klaue ich jetzt ein Bild von ciando. Und die können urheberrechtlich nichts dagegen tun, weil es keine ausreichende Schöpfungshöhe hat, so:

Denen hab ich's jetzt aber mal gezeigt

Phase 1
Diese Phase ist mit der Veröffentlichung von The Last American erstmal "abgeschlossen", das heisst aber nur, dass Phase 2 jetzt in den Fokus rückt. Es wird weitere gemeinfreie Titel von mir geben. Bisher hängen die Einkünfte noch unter einem € (genauer: ca. 0,90 €), aber das wird schon. Sie sind jetzt einmal erstellt und verfügbar.
Es sind Nischentitel. Dafür kosten sie mich einmal erstellt erstmal nichts mehr und haben von jetzt bis zu meinem Ableben Zeit, mir einen nennenswerten Gewinn einzubringen. Okay, zwischendurch wird es wohl noch ein paar Formatwechsel geben, die ich mitmachen muss, aber das ist Kleinkram. Abwarten und Tee trinken.
Verteilung der Verkäufe: 2x Armataamazon-Link, 1x The Last Americanamazon-Link. Da letzteres Buch deutlich bekannter ist erwarte ich, dass es sich mittelfristig besser verkauft als Armata.
Ich hab noch mindestens einen weiteren SF-Titel aus der Jahrhundertwende im Regal, der aber auf deutsch ist und somit mehr Zeit brauchen wird, da ich die Fraktur-Schrift per Hand übertragen muss. Ich scheine mich bei diesen Titeln zu einem Spezialisten für Vorkriegs-SF zu entwickeln. Nun gut, warum nicht.
Was ich wohl noch tun werde, weil mir diese Option tatsächlich erst beim Schreiben dieser Zeilen eingefallen ist: Ich werde die beiden Bücher (zumindestens aber The Last American) über Lulu in weitere Onlineshops bringen. Die Option Lulu hatte ich komplett übersehen.

Phase 2
Da ich in dieser Phase erstmals Bücher unter meinem Namen veröffentlichen werde, habe ich lange überlegt, wie ich das mache. eBooks bieten neben anderem die Möglichkeit stärkeren Kontaktes mit den Lesern und ich möchte dies auch als mehrwert für die Käufer in meine Bücher einfließen lassen, zumindest im Bereich Non-Fiction (Ratgeber, Sachbücher etc.).
Also hab ich mir erstmal eine zusätzliche eMail eingerichtet, nur für meine Autorentätigkeit. In diese werde ich mindestens einmal die Woche reinschauen, um Fragen zu beantworten und so weiter. Voraussichtlich immer Sonntag vormittags.
Dann werde ich wieder mein uraltes, lange nicht mehr benutztes Label "Mysterias Media" als Verlagsnamen reaktivieren. Das Label hatte ich Ende der 90er entwickelt und ein paar Mal verwendet, dann aber mangels Publikationen eingemottet. Es macht sich aber ganz einfach gut, einen Verlagsnamen angeben zu können, auch wenn dieser nur ein Label und keine eigenständige Entität ist.
Oh, und das Design dieses Blogs wird natürlich überholt. Das ist ja noch von vor meiner Zeit bei den Grünen. Und noch viel länger vor meiner ersten eBook-Veröffentlichung.
So, nun aber zum Thema Bücher: In der Tat werde ich wohl auch die dritte Woche in Folge ein neues Buch einstellen können. Der neue Kandidat ist ein Buch über eBeok-Coverdesign (wohlgemerkt nicht über Buchdesign, es geht gezielt um eBooks). Gemeinerweise zeige ich das Cover davon aber noch nicht, da es ein integraler Bestandteil des Buchkonzepts ist. Wenn ein Buch von Coverdesign handelt, dann muss es ach entsprechend aussehen.
Ich kann aber schonmal verraten, dass die größte Herausforderung bei diesem Titelbild war, nicht lachend vom Stuhl zu kippen. Das Konzept könnte sich als die dämlichste Idee herausstellen, die ich je umgesetzt habe. Aber hey, hab ich in diesem Bereich was zu verlieren? Also.
Davon ab habe ich inzwischen so viele Ideen für Phase 3 angesammelt, dass ich nicht sicher bin, ob ich die nach zwei Titeln bereits wieder enden lasse. Die Kurzgeschichtensammlung (alias Phase 3) schiebe ich sicherlich dazwischen, aber es gibt im Bereich "deutschsprachige Sachbücher" einfach gewaltige Lücken im Angebot - oder in Marketingsprech unerschlossene Märkte.

Phase 3
Als Start für die Phase 3 hab ich jetzt mal Xampp aufgesetzt und sammle alle meine alten literarischen Texte aus alten Blog-Backups, Textdateien auf PC-Backup-CDs und so weiter für die Kurzgeschichtensammlung. Ein paar Gedichte werden wohl auch dazwischengeraten.
Ich nehme den Wortbestandteil "kurz" in "Kurzgeschichte" in der Regel sehr genau. Da Geschichten mit höchstens 4 Seiten einzeln wohl kaum verkaufbar sind, muss ich die halt bündeln. Ich weiss, dass Anthologien sich im Vergleich zu Romanen schlechter verkaufen, aber auch hier gilt: Einmal herausgegeben gibt es keine Kosten mehr, ich habe also nicht viel zu verlieren und nur zu gewinnen. Auch schlechte Verkäufe sind immer noch Verkäufe.

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