10.01.2012

eBook-Land: Woche 12

Bücher im Verkauf: 3 | Eigene: 1 | Einkünfte bisher: 30,59 € | Händler: 6
Die Woche kennzeichnet sich vor allem durch scheinbare Ruhe, aber das hat seinen Grund: Zur Umsetzung meines Neujahrsvorsatzes (letzter Punkt) hab ich mein Arbeitspensum etwas erhöht. Das bekommt vor allem das (grade erst inhaltlich aufgefrischte) Blog mit, diese Phase sollte aber sehr bald enden. Inhalte habe ich definitiv genug, es fehlt nur etwas an Zeit.

Phase 1
Die Überarbeitung des Layouts von The Last American läuft und die erneuerte Version wird diese Woche online gehen.
Daneben habe ich mich entschieden, ein kleines Sonderexperiment zu wagen: Eine thematische Anthologie gemeinfreier Kurzgeschichten, Gedichte und so weiter. Dabei sammel ich nicht einfach Texte (das kann jeder), sondern verfolge die Entwicklung eines sehr kleinen Literaturgenres, das um die Jahrhundertwende seine Blütezeit hatte und dann in die Abenteuerliteratur absorbiert wurde. Das Genre existiert noch, aber kaum mit genug Vertretern um als eigenes Genre gelten zu können. Eine enge Verknüpfung mit gesellschaftlichen Entwicklungen und den zu dieser Zeit neu entstehenden Wissenschaftsdisziplinen bieten die Bühne für eine solche Bearbeitung. Weniger, weil es sich lohnen würde (tut es nicht, gemeinfreie Werke stellen sich als Cent-Tröpfeleien heraus) als aus eigenem Interesse.
Wobei, vielleicht geht das beim Anthologie-Ansatz anders. Immerhin sind dort eine ganze Menge von Autoren gelistet (jene der Einzelgeschichten), sodass das Buch in mehr Suchanfragen auftauchen und auch mehr Leute interessieren dürfte.

Phase 2
Feuchten Fußes nähert sich dem Endergebnis, da kann ich ja ruhig mal etwas mehr dazu sagen:
Das Konzept ist es, ein Sachbuch mit einer Kurzgeschichte einzuführen, die das Szenario, um das es geht, plastisch vorstellt. Etwa so wie in einer Fernsehdokumentation über das Thema nach Sorte Im Reich der Giganten(Werbelink). Das Thema, die Evolution der ersten Landwirbeltiere, eignet sich recht gut für ein solches Experiment, man muss nur den richtigen (oder einen guten) Moment in diesem Prozess finden. Wahrscheinlich spürt man hier auch den Einfluss, den Lothar Streblows Tiergeschichten (insbesondere Duna der Dinosaurier und Trigan der Dreihornsaurier) literarisch auf mich hatten.
Daneben habe ich noch ein paar Projetkideen, bei denen ich mir nicht bei allen sicher bin, ob ich sie nicht über Pseudonyme rausbringen soll. Einerseits sind es Themen, die sehr stark aus meinem Portfolio herausstechen würden. Andererseits habe ich mir in einem davon bereits 2006-2010 unter meinem Realnamen einen sehr guten Ruf als Fachmann aufgebaut. Hmm. Nun, wir werden sehen. Das andere ist im Grunde ein Kochbuch, nur um mal aufzuzeigen, wie weit die Titel von meinem sonstigen Programm (Wissenschaft & SF) ausscheren. Sollte ich mich für ein Synonym entscheiden, wäre es (dient ja nicht der Geheimhaltung, nur der Unterscheidung unterschiedlicher Portfolios) Raul Diego Juarez. ¡Olé! Raul Diego von meinem letzten Vor- und meinem Nachnamen, Juarez, weil es noch einen Nachnamen brauchte, der klanglich dazu passt.
Dann gibt es noch Version 3.0 von Dieses Cover ist Müll! - ja, sie ist in Arbeit. Ich rechne für die Veröffentlichung mit Mitte Februar. Wie angekündigt wird es ab dann zwei Ausgaben geben, eine dickere für Neulinge mit zusätzlichen Kapiteln zu den absoluten Grundlagen und eine für Fortgeschrittene, die kein Problem haben, mit Photoshop, Gimp & Co. zu arbeiten und die dann dank dieser Tatsache Geld sparen können. Wie ich den Unterschied im Namen kenntlich mache, weiss ich aber noch nicht so recht - irgendwelche Ideen?

Kindle gegen Bücherregal
Die deutschdemokratischen Ausgaben von Marx gelten allgemein als problematisch, da sie hin und wieder zu Gunsten der Staatsideologie zensiert wurden. Somit konnte ich mich auf meine Ausgabe von Zur Kritik der Politischen Ökonomie nicht wirklich verlassen, auch wenn der rot gebundene Band mit der goldenen Rückenbeschriftung wirklich hübsch war.
Tatsächlich habe ich eine Weile überlegt, ob ich Marx rausschmeissen will, das ist dann doch schon in der Repräsentativität ein anderes Kaliber im Bücherregal als das bisherige Kroppzeugs (Ratgeber, Taschenbücher und die Bibel). Letztlich siegte ironischerweise der Kapitalismus, denn die eBook-Ausgabe gibt es für 3 € während ich meine recht gut erhaltene Hardcoverausgabe für knapp 13 € verkaufen konnte. Marx als Kapitalanlage. Ich höre, in London poltert es grade in einem Grabe, als würde da etwas rotieren.
Aber es ist nicht alles verloren: Die Lücke füllt nun Sartre. Und der bleibt auch da: Französischsprachige nummerierte Erstauflage von Le Mur. Sowas geb ich so schnell nicht ab.
Dann ist da noch diese zweifelhafte Perle: Left Behind, das vor Jahren ordentlich Wellen geschlagen hat gibt es derzeit kostenlos bei Amazon und für lau schau ich dann doch mal, worum sich all der Wirbel drehte.
Ich bin kein Christ und kein Freund des etwas seltsam anmutenden angloamerikanischen Genres „Christian Literature“, aber für einen guten Fantasyroman bin ich dann doch zu haben. Mal sehen, ob es diese Erwartung erfüllt. Ich würde jetzt sagen, es ist sicher nicht grundlos ein Bestseller geworden, aber... naja, Twilight.

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